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iPad und Tablet-PCs sind schlecht für Kinder


Warum sind iPad und Tablets schlecht für die Entwicklung Ihres Kindes?

Ipad’s, Tablet-PC’s und Babys gehören nicht zusammen. Zu schädlich seien diese für die Entwicklung des kleinen Kindes. Die so wichtige motorische Entwicklung verkümmert. Vereinzelte Hirnforscher sprechen gar von Kindesmissbrauch. Andere sehen mit iPad und Co einen Weg, Kleinkinder schnell an eine hochtechnologisierte Umwelt heranzuführen. Kindergerechte Apps versprechen Lernerlebnisse mit Spielspaß. Welche Meinung ist die Richtige?

Unsere Kinder wachsen in einer komplett anderen Welt auf als noch vor einigen Jahren. Es gleicht einem blinkendem Technikwunderland. Spielzeuge blinken und lärmen mit Soundeffekten. Xbox, Playstation,Gamboy und Co faszinieren mit bunten digitalen Welten, die es zu erkunden gilt. Nicht nur Teenager erliegen der Faszination dieser digitalen Inhalte und vergessen die reale Welt. Auch für Babys und Kleinkinder gibt es ein Angebot an vermeindlich „kindgerechten“ Inhalten und Apps – hochkommerziell vermarket für eine Zielgruppe, die gar nicht selbst entscheiden kann. Es sind die Eltern die Ihrem Kleinkind ein Tablet-PC in die Hand drücken in dem Vertrauen, damit gutes zu bewirken und die Entwicklung des Kindes zu verbessern.

Das Gegenteil ist jedoch der Fall! Ein Faktenvergleich.

Zusammengefasst kann man sagen, dass iPads und andere Tablet-PC’s lediglich die Möglichkeit bieten, mit einer Berührung auf dem Bildschirm Aktionen auslösen zu können. Dies ist vielleicht etwas pragmatisch formuliert, aber im Kern trifft diese Aussage zu.

Wer nur stupide mit dem Finger die ewig gleichen Bewegungen durchführt – von links nach rechts oder oben nach unten wischt – und das auch noch auf der stets gleichen glatten Oberfläche, wird geistig nicht gefördert.

Dies ist nicht nur unsere Meinung, sondern wird von vielen angesehenen Kinderpsychologen  uneingeschränkt vertreten. Selbst wenn einige App Hersteller etwas anderes versprechen. Klar, bunte Farben und Quietschetöne ziehen Kleinkinder fast magisch an. Jedoch müssen wir uns mal vor Augen führen, welche Komplexität bereits ein paar einfache Holzklötze einem Kleinkind bieten. Er kann die Klötze in die Hand nehmen, sie fühlen, daran riechen. Das Kind spürt unterschiedliche Materialien, spürt die Form. Ecken, Flächen, Oberflächenstruktur.

Kinderpsychologe Dr. Richard House: Gibt man Kleinkindern im Alter bis zu zwei Jahren ein iPad in die Hand, ist das vergleichbar mit Kindesmissbrauch!

Infant child baby toddler sitting and eating digital tablet mobile computer isolated on a white background

Als Beißspielzeug sicherlich besser geeignet. Tablet-PCs und iPad sind kein kindgerechtes Spielzeug

Man kann die Klötze stapeln, sie umwerfen und lernt so physikalische Phänomene. Plastik ist leichter als Holz. Das Metallauto ist kleiner als das Plüschtier, aber trotzdem schwerer. Wer physikalische Gesetze begreifen will, muss sich über eine Beobachtung hinaus – Holz schwimmt, Eisen nicht. Anfassen ist hier unerlässlich. Wie will eine App dem Kind begreifbar machen, dass Holz schwimmt und Metall nicht? Sicherlich ist es lustig, die AngryBirds per Fingerwisch über den Bildschirm fliegen zu lassen.

Aber nur wenn ein Baby einen Ball wirft und merkt, wie es seine Kraft dosieren muss, damit er weiter fliegt, dann werden reale physikalischen Gegebenheiten vermittelt.

Eltern spielen quasi ein russisches Roulette mit der Entwicklung ihrer Kinder, die mit Spielen auf Tablets ein gestörtes, falsches Bild ihrer Umwelt erhalten.

Keine App oder digitaler Inhalt kann das gemeinsame Schmöckern eines Kinderbuches mit Mama ersetzen. Das Kind kann die Buchseiten greifen und umblättern – ohne den berühmten Fingerwisch auf dem Tablet. Ein besonders trauriger Fall von „digitaler Überdosis“ bei einem Kleinkind zeigt das folgende Video, bei dem ein Baby versucht die Seiten einer Zeitschrift mit dem von iPad und Co erlernen Bewegungsmustern umzublättern.


 


Unserer Meinung nach sollten man jeden jungen Eltern dieses Video zeigen, damit verdeutlicht wird, welches verquere Weltbild vermittelt wird, wenn die aufgenommenen motorischen Reize hauptsächlich von Tablets stammen.


Babywippen mit iPad-Halterung. Der Wahnsinn hat begonnen.

Leider haben diverse – auch namhafte – Spielzeugunternehmen mit iPad und Co einen wachsenden Geschäftsbereich für Säuglinge gefunden. Manch einer mag nur noch ungläubig den Kopf schütteln, aber das Unternehmen Fisher-Price hat vor kurzem sogar eine Babywippe / Schaukelsitz mit einer iPad-Halterung auf den Markt gebracht. Früher hingen über dem Baby noch Greifspielzeuge aus Holz. Heute flimmern bunte Bilder. Das einzige was das Kind anfassen kann, ist die ewig gleiche Glasoberfläche. Sonstige Reize fehlen komplett. Die Babywippe wird sogar APPtivity genannt. Hier ersetzt wortwörtlich die APP die Activity.


Es stellt sich nun die Frage, ob man seinen kleinen Sohn oder Tochter überhaupt mit der Technik eines Touch-Panel in Berührung kommen darf? Und falls ja, ab welchem Alter sollten Kinder mit Tablets und iPads spielen dürfen?

Zum Lernen und Begreifen gehört für dazu, dass man Erfahrungen macht: Wie fühlt sich etwas an, was kann meiner Hand damit machen, wie schwer ist es, welche Form hat es? Haptik kann man nicht auf einem iPad simulieren. Gerade deshalb denke ich, dass die ganz Kleinen nicht an ein iPad gehören. Zu einem späteren Zeitpunkt – in Maßen – kann man darüber sprechen. In den Jahren, in dem die wesentliche Grund- und Feinmotorik im Gehirn erlernt wird, sicherlich nicht.


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Welches Alter ist denn nun sinnvoll um Kinder an ein iPad / Tablet zu lassen?

Forscher empfehlen ein Einstiegsalter von drei bis sechs Jahren. Aber auch nur dann in geringen Mengen. Die Kinder haben zu diesem Zeitpunkt wesentliche motorische Aspekte verinnerlicht, haben Ihre Umwelt erfahren und können nun sehr besser zwischen Realität und digitalen Medien unterscheiden. Sie können unterscheiden, dass das Auto im Computerspiel sich anders verhält, als ein Modelauto auf der Spieledecke. Sicherlich lässt sich immer noch darüber streiten, ab wann es wirklich sinnvoll ist. Hier kommen auch die Eltern ins Spiel, die ein gesundes Gefühl entwickeln sollten, wann es zuviel für den Knirps ist.



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